Vorstand: Norbert Holzheu, Ingrid Bauer und Margit Dorn
Schriftführerin: Miriam Schorer und Claudia Holzheu (Chronikeinträge)
Kassier: Axel Milhard
Notenwart: Helmut Mayer und Heike Stiegel
Beisitzer: Peter Zoller, Renate Thalhofer, Eva Pfeifer

Die Fahne unseres Vereins wurde am 24. Mai 1925 geweiht. Sie wurde vom Kloster Lohhof in Handarbeit hergestellt und kostete mit Stange 807 Mark. Das Geld für die Fahne wurde durch Sammlungen, Theaterspiele sowie Programm- und Festzeichenverkauf aufgebracht. 1930 wurde ein Trauerband für 60 Mark angeschafft, auf das alle toten Sänger eingetragen werden sollen.

Die weiße Seite zeigt in den vier Ecken Motive der Landwirtschaft, der Holzverarbeitung, der Eisenindustrie und die Bayrischen Landesfarben. In der Mitte die Sängerharfe mit einem kleinen Kreiz. Die blaue Seite trägt den Sängerspruch „Rein wie Gold, stark wie Erz, sei des deutschen Sängers Herz“. Zum 90 jährigen Jubiläum ließen wir die Fahne restaurieren und wieder weihen.

Fahnenträger: Norbert Holzheu, Margit Dorn
Fahnenabordnung: Heike Stiegel und Claudia Holzheu

Der erste Eintrag der Chronik von Schriftführer Xaver Glogger
Ich beginne mit dem Kirchenchorgesang von unserem Pfarrdorfe von Al­ters her, wo nur deutscher Volks­gesang bei den Gottesdiensten be­stand, wo aber unsere Altvordern mehr gesanglich waren als zur Jetztzeit bei ihren Beschäftigungen in Haus und Feld, Wald und Fluren. Diese sangen bei ihren Arbeiten und Gän­gen auf die Flur, welches jetzt nicht mehr der Fall ist, weil die Männerwelt zur Jetztzeit mit der Pfeife im Mund bewaffnet ist, zur selben Zeit aber das Rauchen verboten war.

Wie mir scheint waren unsere Altvordern für den Gesang mehr eingenommen als die jetzige Generation, waren auch viel liebenswürdiger im Verkehr miteinander in dieser Beziehung rotteten sich zum Gesange zusammen, wo jetzt alle jüngeren Leute einander aus dem Wege gehen und sozusa­gen Verstecken spielen. Die gute alte Zeit ist dahin, wird nicht mehr er­scheinen. Die Altvordern genossen auch keinen gesangli­chen Unterricht, weil die damaligen Lehrer noch kein oder wenig Studium genossen ha­ben. Bis zum Jahre 1840 von 1688 ab, hatten wir ein erbliches Lehrerge­schlecht. Im Jahre 1846-49 erschien hier ein Lehrer, Kolb Johann, wel­cher Studium genossen und wie herauszufinden ist, ein großer Gesangs­freund. Mit dieser Zeit trat hier ein neuer Zeitraum ein. Dieser Lehrer sorgte für einen angemessenen Kirchengesang, daß nicht immer deut­scher Pfarrgesang an der Tagesordnung war. Schon im Anfange bildete er 2 Sänger und 4 Sän­gerinnen aus.

Weihnachtsunterhaltung (Köngetried war lange Zeit Theaterhochburg)
Am 6. und 7. Januar 1923 fand die geplante Weihnachtsunterhaltung statt im Höbelgasthause. Am 6. Ver­einsabend für die Mitglieder des Vereines und geladenen Gäste, am 7. allgemeiner Abend. Wie immer war auch diesmal der Zudrang von auswärts so groß, daß schon 2 Stun­den vor Beginn der ganze Saal voll ange­füllt war und trotz vom Verlas­sen des Saales vieler hiesiger Besucher, leider noch viele wegen Platz­man­gel wieder heimwärts ziehen mußten. Damit aber auch diese noch auf Rechnung kamen, wurde bekannt ge­ge­ben, am 14. einen weiteren Abend abzuhalten, da viele sich  äußerten einen zweiten Abend  genie­ßen zu wollen.

Fahnenweihe 1925
Fahnenjungfrauen waren hart zum aufbringen nachdem 4 Sängerinnen als: Specht Viktor, Glogger Maria, Maier Josepha und Ritter Maria mit der Begründung und Ursache, daß man sie zum Singen auch nicht mehr brauche, dankend ablehnten. Es wurden dann 9 Mädchen vom Festaus­schusse vorgeschlagen Betreff Auslosung der 3 Fahnenjungfrauen, von welchen aber nur 4 erschienen sind. Es waren dies: Guggemos Genovefa, welche dann Fahnenjungfrau wurde nach dem Los, dann Schropp Afra und Vötter Barbara Beglei­terin. Eberle Theres traf das Los nicht. Die anderen Geladenen welche nicht gekommen waren: Kimmerle Anna, Müller Barbara, Schropp Afra, Leinsle Rosa, Wißmiller Barbara.

Mit harter Mühe konnten daher 3 Fahnenjungfrauen aufgebracht werden, und zudem noch die Unannehm­lichkeit der vier älteren Sängerinnen. Wo der Fehler steckt, kann ich nicht beurteilen. Immerhin eine un­liebsame Störung auf beiden Seiten. Zudem Arbeiten welche der Ausschuß allein nicht bewilligen kann, wurde ein Festausschuß gewählt in den Herr  Knöpfle Lehrer, Vorstand Stark, Schriftführer Glogger, Kas­sier Maier, Martin Martin, Bürgermeister Kimmerle, Sänger Ottmar, Wißmiller Kaspar, Hoser August, Fischer Benno, Bartenschlager Joseph. Errichtet sollen 3 Triumphbogen werden. Herr Lehrer Knöpfle hat die Festfeier auszuarbeiten. Möge dem Verein günstiges Wetter beschieden sein um ihr Freudenfest glück­lich und fröhlich feiern zu können.

Sammlung: 
Am 6.Mai wurde eine Haussammlung zu Beiträgen für die Fahne und des 30 jährigen Gründungsfestes un­ternommen. Köngetried erbrachte die Sa. von 479 M., Saulengrain 81 M zusammen 560 M .Am 7., als diese Herrn zu Saulengrain waren kam ein heftiges Gewitter und waren dieselben genötigt bei einer Halben noch sich gütlich zu tun. Nachdem Gewitter faßte sich jedoch noch einmal ein Donnergrollen an, welches zwei der Herren beim Kropfenbrunnen verursachten und sollen noch bis in das Dorf gehört worden sein. Es handelte sich um das Sein und Nicht­sein von Fahnenjungfrauen. Immer und immer nur diese kopfzer­brech­li­che Unanehmlichkeit für den Ausschuß. Die Sammlung kann als gut verzeichnet werden, würde aber noch besser ausgefallen sein, da man­cher nichts, andere wieder weniger gaben, wieder wegen dem sein und nicht sein der kleinen und großen Fahnenjungfrauen, legten auch man­che keine Hand an zu den Vorbereitungen des Festes und zur Häuserzier.

Die Sänger des Prinz Ludwig von Bayern Chores aus Köngetried und Markt Rettenbach waren stets zu Späßen aufgelegt. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in Köngetried kamen sie auf die Idee zu ermitteln, wo die gewichtigsten Sänger herkommen. Eine Waage brachte die Entscheidung. Im Einzelgewichtsduell siegte mit 129 Kg klar vor dem Schwersten aus Markt Rettenbach mit nur 122 kg.. Anders sah es im Mann­schaftswettbe­werb aus, die fünf gewichtigsten Sänger aus Köngetried(stehend von links) Joseph Vötter, Erwin Csokas, Siegfried Stiegel, Franz Martin, Josef Wiedemann unterlagen trotz asugestopfter Hosenta­schen mit 522 kg Gesamtgewicht den Sängern aus Markt Rettenbach (sitzend von links): Josef Hartmanns­berger, Konrad Kößler, (Vorstand), Markus Hauser, Erich März, und Fritz Suiter. Unser Vorstand Helmut Mayer, rechts oben hatte auch seine helle Freude an dem Unternehmen.

Unser Ort verdankt seine Entstehung wahrscheinlich einer welfischen Rodung. Bei einer Schenkung des Edelfreien Kuno in Breitenbrunn an das Kloster Rottenbuch 1088 erscheint in der Zeugenreihe „Hermanus de Chunigunriten“. 1155 bestätigt Friedrich Barbarossa dem Kloster Weingarten Besitz in „Kunigunderiet“.Im Laufe der Jahrhunderte war Köngetried im verschiedenem Besitz, u.a. Kloster Irsee, die Herren von Schwarzenburg, schließlich 1431 das Hl. Geist Spital in Kaufbeuren. 1572 wird die Pfarrei Köngetried an Georg II von Frundsberg übergeben.
In der Mitte des 15. Jh. konnte die Pfarrei „wegen Dürftigkeit des Einkommens“ nicht besetzt werden, erst 1471 wurde sie wieder besetzt. Laut einer Urkunde aus dem Jahre 1554 haben an dem Kirchengut zu Köngetried die beiden Pfarrkirchen St. Stefan zu Köngetried und St. Otmar zu Eutenhausen zu gleichen Teilen Gültbezüge.
1617 kam Köngetried mit der Herrschaft Mindelheim an Bayern, 1803 wurde es dem bayerischen Landge­richt Mindelheim, 1862 dem Bezirksamt Mindelheim zugeteilt.
1651 gelobten die Einwohner von Köngetried, wegen einer leidigen Viehseuche von jedem Stück Vieh jährlich einen Pfennig „für ewige Zeiten“ der Stiftung für ansteckende Kranke in Mindelheim zu geben. Nach Aufhebung des Siechenhauses (1825) zahlten sie je Kuh jährlich 3 Pfennig dem hl.Otmar in Euten­hausen. Das Spital Mindelheim bezog einige Abgaben aus Köngetried.
Bei der Gemeindebildung 1818 wurden Köngetried, Grünegg und Katzbrui zu einer Gemeinde vereinigt. 1836 hatte der Ort 34 Anwesen, 1945 waren es 43, 1982 waren noch 24 in Betrieb. Nach dem zweiten Weltkrieg mußte die 25o Einwohner zählende Gemeinde 200 Flüchtlinge aufnehmen.
Wahrzeichen Köngetrieds ist der schiefe Kirchturm. Er neigt sich nach Norden um 1,10 m und nach Osten um 0,50 m. 1862 wurde der Turm der Pfarrkirche mit Satteldach um ein Stockwerk abgetragen und mit Helmdach versehen. 1972 mußte das Turmfundament mit 60 Zentnern hochwertigem Zement befestigt wer­den.
Der spätgotische Kirchenbau von 1471 wurde 1862 vergrößert, bekam nach mehreren Veränderungen 1952 wieder die barocke Einrichtung. Am 23.11.1969 konnte das Leichenhaus eingeweiht werden.
Zwischen 1933 und 1939 spielte sich in der Pfarrei Köngetried eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen Nationalsozialisten und dem Pfarrer Max Endras und seinen kirchentreuen Anhängern ab. Pfarrer Endras wurde mehrfach verhört, bedroht und in Untersuchungshaft genommen. Predigten und Hirtenbriefe wurden in Beschlag genommen. Pfarrer Endras mußte am 16.9.1939 auf die Pfarrei verzichten, wurde aus dem Kreis Mindelheim ausgewiesen und kam nicht mehr nach Köngetried. Er wurde beim bischöflichen Ordi­nariat angestellt.
Die Schulchronik enthält eine lückenlose Aufstellung der Lehrkräfte seit 1609. Von 1668 – 1840 lag der Lehrer- und Mesnerdienst bei der Familie Seelos. 1894 gründete der Lehrer Ziegelmaier unseren Gesang­verein. Das Schulhaus wurde 1912 erbaut und dient heute als Sängerheim, nachdem sich Köngetried 1966 der Verbandschule Dirlewang anschloß.
Die Molkereigenossenschaft Köngetried wurde unter Einschluß der Milchlieferanten von Grünegg im Jahre 1897 gegründet. Drei Jahre später schloß sich auch Eberscholl an. Wegen der Beschwerlichkeit der Milch­anlieferung der Grünegger Bauern erbauten diese 1907 ein eigenes Lokal. Am 1.1.1982 wurde die Milch­sammelstelle aufgehoben.
Zum gleichen Zeitpunkt schloß sich der am 28.12.1907 gegründete Raiffeisenkassenverein der Raiffeisen­bank Dirlewang – Stetten an. In Köngetried verblieb eine Zahlstelle.
Von 1963 – 1980 war in Köngetried eine Poststelle.
Die Feuerwehr feierte 1979 ihr 100 jähriges Bestehen.
Von 1948 bis zur Eingliederung nach Apfeltrach am 1.5.1978 leitete Bürgermeister Eugen Eisenschmid die Geschicke der Gemeinde Köngetried. Der am 4.4.1957 beschlossene Straßenbau wurde durchgeführt, 1963 die Verbindung nach Apfeltrach ausgebaut. Eugen Eisenschmid führte die sehr umfangreichen Chroniken über Pfarrei, Schule, Kriege, Häuser weiter, die der Herimatforscher, Landwirt, Küfermeister und Ehren­bürger der Gemeinden Köngetried und Saulengrain Franz Xaver Glogger verfaßt hat. Bis 1938 war er auch Schriftführer unseres Gesangvereines.

1846: Gesangsbeginn durch Herrn Lehrer Kolb, der erste Lehrer in Köngetried mit Studium. Er bildete 6 Sänger zum Kirchengesang aus, der von da an ununterbro­chen stattfand.

1894, 9.Januar: Herr Lehrer Ziegelmaier gründet den Gesang­verein Köngetried Gründungsmitglieder waren Martin Stephan, Unglert Alois, Wißmiller Kaspar, Wißmiller Max, Leinsle Georg, Vötter Joseph, Holzheu Adal­bert, Hämmer­le Thomas, Reiter Johann, Wonhas Joseph. Der Lehrer ist Dirigent und Vorstand zugleich.

1886, 10.Mai:  Feier des 25 jährigen Friedensjubiläums vom Krieg 1870/71 mit Feuerwerk und Aufführung des ersten Theaterspieles.

1897 -1910:  Nach Herrn Lehrer Ziegelmaier wird Herr Lehrer Ottilinger  Diri­gent und Vorstand.

1910 -1913:  Durch den Schulhausbau gibt es nur Aushilfslehrer. Deshalb übernimmt Gründungsmitglied Stephan Martin die Vorstandschaft des Vereines
Dirigenten waren:                                1910                    Heuberger Georg
                                                               1911                    Hailer An­dreas
                                                               1912-13               Xaver Schieß

1913: Es begann eine sehr große Ära für den Verein mit dem neuen Lehrer  Heinrich Seefried  Er gründete das Leh­rerorchester O.M.G. (=Oberes Mindelgau) mit Lehrern aus der Umgebung, somit konnte ein sehr an­spruchsvolles Programm geboten werden: Orchestermusik, Ge­sang, z.T. mit Orchesterbe-gleitung, von der wir heute im­mer träumen, und Theateraufführungen

1921: Es fand ein großes Frühjahrskonzert in Köngetried und Dirlewang statt. Mitwirkende waren das Lehrerorchester und der Gesangverein Könge­tried unter Mitwirkung von Sängern aus Dirlewang, Mussenhausen, Eu­tenhausen, Ret­tenbach, Unteregg und Warmisried. Es sang ein Chor mit 40 Männern und 29 Frauen. Im Orchester spielten 9 Män­ner.


Die Höhepunkte aus dem Programm:
                   Andante aus der 5. Symphonie von Beethoven
                   Ungarische Tänze
                   Pilgerchor aus Thannhäuser
                   Komm holder Lenz (gem. Chor)

             Im Juli wil dieser große Chor Oberes Mindelgau dem Schwäbisch Bayrischen Sängerbund beitreten

1922  Gründung einer Vorstandschaft und Trennung des Amtes 1. Vorstand und Dirigent
1. Vorstand:                                          Ludwig Stark 
2. Vorstand und Dirigent:                  Heinrich Seefried
Schriftführer:                                        Xaver Glogger
Kassierer:                                             Albert Maier
3 Beisitzer

1918 –1928 Blütezeit des Gesangvereines, viele Weihnachts- und Faschingsver­anstal­tun­gen immer mit Theater, Gesang und Orchester mit einem gro­ßen Zulauf und Bekanntheits­grad, „Wie man es auf ländlichen Verhält­nissen nicht leicht treffen mag“ (Zitat aus der Chronik)

1923:  Herr Seefried wird nach Bad Wörishofen versetzt und des­halb zum Eh­renmitglied ernannt. Herr Lehrer Knöpfle aus Eutenhausen kommt nach Köngetried. Schon seit 1920 ist er Mitglied im Chor und im Lehreror­chester, ab jetzt ist er Dirigent und 2. Vorstand.

1913: Es begann eine sehr große Ära für den Verein mit dem neuen Lehrer  Heinrich Seefried  Er gründete das Leh­rerorchester O.M.G. (=Oberes Mindelgau) mit Lehrern aus der Umgebung, somit konnte ein sehr an­spruchsvolles Programm geboten werden: Orchestermusik, Ge­sang, z.T. mit Orchesterbe-gleitung, von der wir heute im­mer träumen, und Theateraufführungen

1921: Es fand ein großes Frühjahrskonzert in Köngetried und Dirlewang statt. Mitwirkende waren das Lehrerorchester und der Gesangverein Könge­tried unter Mitwirkung von Sängern aus Dirlewang, Mussenhausen, Eu­tenhausen, Ret­tenbach, Unteregg und Warmisried. Es sang ein Chor mit 40 Männern und 29 Frauen. Im Orchester spielten 9 Män­ner.


Die Höhepunkte aus dem Programm:
                   Andante aus der 5. Symphonie von Beethoven
                   Ungarische Tänze
                   Pilgerchor aus Thannhäuser
                   Komm holder Lenz (gem. Chor)
             Im Juli wil dieser große Chor Oberes Mindelgau dem Schwäbisch Bayrischen Sängerbund beitreten

1922  Gründung einer Vorstandschaft und Trennung des Amtes 1. Vorstand und Dirigent
1. Vorstand:                                          Ludwig Stark 
2. Vorstand und Dirigent:                  Heinrich Seefried
Schriftführer:                                        Xaver Glogger
Kassierer:                                             Albert Maier
3 Beisitzer

1918 –1928 Blütezeit des Gesangvereines, viele Weihnachts- und Faschingsver­anstal­tun­gen immer mit Theater, Gesang und Orchester mit einem gro­ßen Zulauf und Bekanntheits­grad, „Wie man es auf ländlichen Verhält­nissen nicht leicht treffen mag“ (Zitat aus der Chronik)

1923:  Herr Seefried wird nach Bad Wörishofen versetzt und des­halb zum Eh­renmitglied ernannt. Herr Lehrer Knöpfle aus Eutenhausen kommt nach Köngetried. Schon seit 1920 ist er Mitglied im Chor und im Lehreror­chester, ab jetzt ist er Dirigent und 2. Vorstand.

1924:  Das Lehrerorchester zerbricht, aber Herr Knöpfle findet genügend Kön­getrieder, die den Fortbestand sicherten:
Herr Knöpfle, I. Violine und Dirigent       Maier Albert, sen. I.Violine
Maier Albert, II.Violine und Klavier         Hämmerle Sebastian, II.Violine
Guggemos Pe­ter, II.Violine                        Maier Xaver, Cello
Martin Martin, Baß                                     Höbel Aloisia, Harmonium

1925, 24. Mai:  Fahnenweihe nach 3o Jahren Gesangverein. Pate wird der Lie­derkranz Mindelheim. Es kamen 8 Gastchöre mit 177 Sängern zu den 24 aktiven Köngetrieder Sängern zu Besuch. Im Zettlergarten fanden klei­ne Auftritte der einzelnen Chöre statt, sowie die Aufführung von 2 Gesamt­chö­ren. Das Ehrenmitglied Herr Seefried hielt die Festrede.

*Bild der Chronik mit Beschreibung

1922  Gründung einer Vorstandschaft und Trennung des Amtes 1. Vorstand und Dirigent
1. Vorstand:                                          Ludwig Stark 
2. Vorstand und Dirigent:                  Heinrich Seefried
Schriftführer:                                        Xaver Glogger
Kassierer:                                             Albert Maier
3 Beisitzer

1918 –1928 Blütezeit des Gesangvereines, viele Weihnachts- und Faschingsver­anstal­tun­gen immer mit Theater, Gesang und Orchester mit einem gro­ßen Zulauf und Bekanntheits­grad, „Wie man es auf ländlichen Verhält­nissen nicht leicht treffen mag“ (Zitat aus der Chronik)

1923:  Herr Seefried wird nach Bad Wörishofen versetzt und des­halb zum Eh­renmitglied ernannt. Herr Lehrer Knöpfle aus Eutenhausen kommt nach Köngetried. Schon seit 1920 ist er Mitglied im Chor und im Lehreror­chester, ab jetzt ist er Dirigent und 2. Vorstand.

1924:  Das Lehrerorchester zerbricht, aber Herr Knöpfle findet genügend Kön­getrieder, die den Fortbestand sicherten:
Herr Knöpfle, I. Violine und Dirigent       Maier Albert, sen. I.Violine
Maier Albert, II.Violine und Klavier         Hämmerle Sebastian, II.Violine
Guggemos Pe­ter, II.Violine                        Maier Xaver, Cello
Martin Martin, Baß                                     Höbel Aloisia, Harmonium

1925, 24. Mai:  Fahnenweihe nach 3o Jahren Gesangverein. Pate wird der Lie­derkranz Mindelheim. Es kamen 8 Gastchöre mit 177 Sängern zu den 24 aktiven Köngetrieder Sängern zu Besuch. Im Zettlergarten fanden klei­ne Auftritte der einzelnen Chöre statt, sowie die Aufführung von 2 Gesamt­chö­ren. Das Ehrenmitglied Herr Seefried hielt die Festrede.


Aus Anlaß der Fahnenweihe des Gesangvereines am 24. Mai 1925 wurde die Fahne mit Sängern aufgenommen.Die Namen von links nach rechts.
1.Reihe: Vötter Joseph (stehend), Maier Albert (Kassier), Stark Ludwig (Vorstand), Fahnenfräulein: Vötter Anna, Vötter Babeta, Holzheu Maria, Hämmerle Maria, Schropp Afra, Guggemos Genovefa, Knöpfle Al­fons,Lehrer, Seefried Heinrich, Lehrer.
Zweite Reihe: Zettler Peter, Martin Stephan, Hämmerle Thomas, Wiß­miller Kaspar, dann die Fahnenjunker: Wißmiller Max, Maier Albert jun. mit Fahne, Hämmerle Sebastian, Kimmerle Joh. Step. Ausschuß, Mayer Joseph, Ausschuß, Glogger Xaver, Schriftführer und Vereins­chronist, Singer Otmar.
Dritte Reihe: Schlecker Johann, Guggemos Peter, Maier Xaver, Martin Martin, Pracht Wendelin, Freuding Wilhelm, Bar­tenschlager Joseph, He­fele Michael, Mayer Georg.

1925, Juli:  Fahnenweihe in Dietmannsried, 4o Chöre singen und feiern mit. „Kempter Musikgrößen“ (Zitat aus der Chronik) schreiben in der Zei­tung, daß Köngetried  im Ge­sang an die erste Stelle ge­stellt werden muß

1929, Januar:  Nach Herrn Stark wird Herr Martin Martin zum ersten Vorstand gewählt

             Feierliche Gestaltung des 5ojährigen Priesterjubiläum von H.H.Geistl. Rat Salger

1940 -1946  Wegen des Krieges gab es nur geringe Vereinstätigkeit.

1947, 9.Jan., Vorstandschaftswahl
             1. Vorstand                                           Guggemos Peter
             2. Vorstand und Dirigent                   Maier Albert
             Kassierer                                              Vötter Michael
             Schriftführer                                         Stark Ludwig

             Gesang, Theater und Orchester erwachten zu neuem Leben.

1949:  Ein Gartenfest findet statt

1950: 28.Juni,  Eintritt in den wieder neugegründeten Schwäbisch bayrischen Sängerbund

1. Vorstand wird Stark Ludwig

Beim Wertungssingen erhält der Chor ein gutes Urteil

Im Zettlersaal wird eine Theaterbühne errichtet

1952:  Stark Ludwig, eine der tragenden Personen in der Geschichte unseres Vereines, stirbt.
Zum 1. Vorstand  wird Michael Vötter gewählt.

1953:  Martin Martin übernimmt zwischenzeitlich das Dirigentenamt, und wird schließlich offiziell zum stellvertretenden Dirigenten gewählt

1954:  1.Vorstand wird Mayer Fritz
2.Vorstand wird Schuster Xaver
Maier Albert tritt als Dirigent zurück und wird passives Mitglied.
Martin Martin übernimmt wieder das Amt.

1955 –1974:  Zeit der vielen Ständchen – insgesamt 38 mal gra­tulierte der Ge­sangverein

1956:  Ausscheiden von Herrn Lehrer Groß als Schriftführer. Damit endet eine Ära, in welcher der Dorf-lehrer entschei­dend am kulturellen Leben im Dorf mitwirkt.

Es ist die große Zeit der Singspiele im Gesangverein, der dafür in weiter Umgebung bekannt ist.

1947, 9.Jan., Vorstandschaftswahl
             1. Vorstand                                           Guggemos Peter
             2. Vorstand und Dirigent                   Maier Albert
             Kassierer                                              Vötter Michael
             Schriftführer                                         Stark Ludwig

             Gesang, Theater und Orchester erwachten zu neuem Leben.

1949:  Ein Gartenfest findet statt

1950: 28.Juni,  Eintritt in den wieder neugegründeten Schwäbisch bayrischen Sängerbund

1. Vorstand wird Stark Ludwig

Beim Wertungssingen erhält der Chor ein gutes Urteil

Im Zettlersaal wird eine Theaterbühne errichtet

1952:  Stark Ludwig, eine der tragenden Personen in der Geschichte unseres Vereines, stirbt.
Zum 1. Vorstand  wird Michael Vötter gewählt.

1953:  Martin Martin übernimmt zwischenzeitlich das Dirigentenamt, und wird schließlich offiziell zum stellvertretenden Dirigenten gewählt

1954:  1.Vorstand wird Mayer Fritz
2.Vorstand wird Schuster Xaver
Maier Albert tritt als Dirigent zurück und wird passives Mitglied.
Martin Martin übernimmt wieder das Amt.
             Konzert zum 60 jährigen Jubiläüm

1955 –1974:  Zeit der vielen Ständchen – insgesamt 38 mal gra­tulierte der Ge­sangverein

1956:  Ausscheiden von Herrn Lehrer Groß als Schriftführer. Damit endet eine Ära, in welcher der Dorf-lehrer entschei­dend am kulturellen Leben im Dorf mitwirkt.

Es ist die große Zeit der Singspiele im Gesangverein, der dafür in weiter Umgebung bekannt ist.

1957:  Höhepunkt des Singspieles. Das diesjährige Theaterstück „Die Not der Alten“ lockte 709 Besucher an.l

1960:  Frühjahrskonzert mit  Dirlewang und Zaisertshofen

1961:  Frühjahrskonzert mit unserem Paten aus Mindelheim und dem Orchester Quapil aus Dirle­wang
Teilnahme am Kreischorfest mit 21 Chören
Teilnahme am Konzert in Denklingen mit Schwabsoien

1962:  Konzert in Bedernau
Fritz Mayer, ein äußerst engagierter Vorsitzender tritt zu­rück – für 1 Jahr übernimmt Richard Schmid den 1. Vor­sitz.

1963:  Frühjahrskonzert mit Dirlewang, Max Martin dirigiert beide Chöre.
Mit diesem Jahr endet auch endgültig die Theaterära, die ca. 70 Jahre Tradition hatte und Köngetried bekannt ge­macht hatte.

1964:  Franz Aufmuth wird zum 1. Vorstand gewählt.

             Frühjahrskonzert mit Unterrieden und Solisten Irmgard Wiedemann, Maria Brüchle und Max Martin. Sie sangen große Solostücke, wie „Ich setz den Fall“ aus dem Bettel­student, oder „Wenn die sanften Abendlüfte“ aus Figaros Hochzeit, usw.

1965:  Zum ersten mal Besuch aus Oberstorf, da Stephan Martin jun. neuer­dings dort wohnt.

1966:  Gegenbesuch in Oberstorf
Konzert in Unterrieden

1967:  Frühjahrskonzert mit Sontheim

1968:  Teilnahme am 100jährigen Jubiläum von Oberstorf mit mehreren ande­ren Chören, u.a. aus Mannheim und Sont­hofen

1970:  75 Jahre Gesangverein
Konzert mit Sängervereinigung Mindelheim und Männer­gesangverein Oberstorf.
Im Programm schöne bekannte Männerchöre: „Oh Schutzgeist“, „Die Himmel rühmen“, „Trösterin Musik“

*Bild

1973:  Ein neuer Vorstand, Helmut Mayer, mit 26 Jahren ver­spricht frischen Wind zu bringen.

1974:  Frühjahrskonzert mit Unterrieden. Marianne Aufmuth singt zusammen mit Lucia Holzheu ihr erstes Solo. Dieser Posten ist ihr bis heute geblie­ben.

1975:  Frühjahrskonzert mit Sontheim

Seit 1880 war er im Kirchenchor aktiver Sänger, selbstverständlicherweise war auch er Gründungsmitglied 1894 und übernahm gleich das Amt des Kassierers.
Von 1910 -1913 war er Vorstand des Vereines, da zu der Zeit in Köngetried nur Aushilfslehrer tätig waren, die den Verein zwar dirigiert haben, aber keine Vor­standschaft übernahmen. In der Zeit, als Herr Lehrer Seefried im Krieg war, dirigierte er den noch bestehenden Kirchenchor. Am 18.11.1920 wurde er zum Eh­renmitglied ernannt.

Musik war in seinem Leben ein wichtiger Begleiter. Er war immer ein bescheidener Mann mit großem Ein­satz und musikalischem Talent. Schon als 15jähriger spielte er die Orgel, nach kurzer Einweisung durch Herrn Seefied, der in den Krieg mußte. Er blieb Organist bis er 1985 starb. Im Lehrerorchester  „Oberes Mindelgau“ spielte er als einziger „Bürgersohn“ die Baßgeige.
Von 1929-1931 war er Vorstand des Gesangvereines. 1936 übernimmt er den Kichenchor, von nun ab vom Männerchor getrennt, als Dirigent, ebenso das Organistenamt der Kiche.
Von 1937-1939 und von 1954-1959 war er offiziell Dirigent des Vereines, seine zahlreichen inoffiziellen Auftritte als Dirigent sind aber auch nicht vergessen Zu seinem 80.Geburtstag und 65 jährigen Organisten­jubiläum lernten wir die Mozart Messe in D-Dur, ein  besonderes Geschenk, über das er sich sehr gefreut hat.
Am 2. Mai 1970 bekam er die goldene Ehrennadel des Deutschen Sängerbun­des für 50 Jahre Zugehörig­keit zum Sängerbund. Bis zuletzt war er sehr um musikalischen Nachwuchs bemüht, übte mit den sanges­freudi­gen Kindern Lieder und auch Noten ein, gab Klavierunterricht und  machte mit ihnen kleine Auf­tritte in der Kirche. So  integrierte er sie ganz langsam in den normalen Chorbetrieb.

Als Organistensohn hatte er schon als Kind eine besondere Beziehung zur  Musik. Schon als 11 Jährigen nahm der Vater ihn mit zum Kirchenchor. Eine erfahrene, taktsichere Sängerin faßte ihn bei der Hand und übertrug ihm so ein erstes Gefühl für Rhythmus. Bereits als 15 Jähriger dirigierte er zum ersten mal den Kirchenchor. Am Kirchweihsonntag 1951 bestand er mit der Rheinberger Messe seine Feuertaufe.
Fortan war er Chorleiter vom Kirchenchor, besuchte Dirigentenkurse und absolvierte 1964 erfolgreich das Konservatorium in Augsburg. 1959 übernahm er auch den Männerchor- zwanzig Jahre später erweiterte man diesen zum gemischten Chor mit ca. 4o Mitgliedern. Seit 6 Jahren ist er auch Chorleiter des großen Männerchores der Sängervereinigung Mindelheim. Nach dem Tod seines Vaters im Februar 1985 über­nimmt er auch das Organistamt der Kirche.
In all den Jahren formte Max Martin unermüdlich mit viel  Idealismus und Können das kulturelle Leben im kleinen Dorf Köngetried. Sein Talent als Tenorsolist schätzte und nützte auch manch auswärtiger Chor von Oberstorf bis Augsburg.

Die weltbekannte Kammersängerin wurde am 9.10.1919 in unserem Köngetrie­der Schulhaus geboren. Ihr Vater war Heinrich Seefried, Lehrer in Köngetried von  1913 – 1923, in dieser Zeit auch äußerst engagier­ter Dirigent und 2. Vor­stand unseres Gesangvereines. Ab 1923 wohnte sie mit ihren Eltern in Bad Wörishofen.
Irmgard Seefried studierte Gesang am Konservatorium in Augsburg, sie debü­tierte 1939 am Opernhaus in Aachen und wurde schließlich 1943 Mitglied der Wiener Staatsoper. Nach dem 2. Weltkrieg begann ihre internationale Karriere. Sie trat an der Mailänder Scala, an der Covent Garden Opera in London, und an der Metropolitan Opera in New York auf. Konzertreisen führten sie  auch bis nach Indien, Japan, Australien und Südafrika. Jahrelang sang sie regelmä­ßig bei den Salzburger Festspielen. In den 50er Jahren wurde Irmgard Seefried international als hervorragende Mozart-Interpretin und Liedgestalterin ge­schätzt. Neben Mozart Partien waren auch die Rollen der Agathe im Freischütz von Carl Maria von Weber, der Madame Butterfly in G. Puccini`s gleichnami­ger Oper, und die der Eva in  „Die Meistersinger aus Nürnberg“ Glanz­punkte  ihres Repertoires. Im Radio kann man öfters eine sehr schöne Aufnahme der Arie „Abends will ich schlafen gehen“ aus „Hänsel und Gretel“ von E. Humperdinck, hören.
1948 heiratete sie den Violonisten W. Schneiderhan. Mit ihm zusammen mach­ten sie viele Konzertabende, ihre großartigen, überall anerkannten Liedinterpre­tationen brachten ihnen großen Erfolg.H.W. Henze wid­mete dem Ehepaar die Ariosi für Sopran, Violine und Orche­ster, Uraufführung 1964 in Edinburg, und Frau Martin widmete ihnen „Maria Tryptichon“ für die gleiche Besetzung, Uraufführung 1968.
In späteren Jahren kam sie mehrere Male in ihre Heimat nach Bad Wörishofen zur Kur, von wo aus sie auch Köngetried besuchte. Als wir ihr mitteilten, daß die neugegründete Gruppe des Sängerkreises den Na­men „Seefried“ bekommen soll, um die Verdienste ihres Vaters zu ehren, sagte sie spontan den Besuch ei­nes unserer Gruppenkonzerte zu. Leider konnte sie das nicht mehr erleben, denn sie starb bald darauf am 24.11.1988 in Wien.
Bei unserem Chorausflug 1991 nach Wien sangen wir an ihrem schlichten Grab und zier­ten es mit Blumen aus ihrem Geburtsort.

„Ein Weltstar aus Wörishofen – und sein größter Fan“ aus der Augsburger Allgemeinen vom 09.10.2019

Am 12.Juli 1888 geboren, absolvierte er 1907 das Lehrerseminar und trat 1913 seine erste Stelle in Könge­tried an. Er brachte dem Gesangverein in kürzester Zeit ungeheuren Aufschwung und  gründete das Lehrer­orchester „Oberes Mindelgau“.
Als er 1915 in den Krieg zog hatte er bereits Stephan Martin zum Chorleiter und dessen Sohn Martin Martin zum Organisten ausgebildet. So war der Verein als Kirchenchor über die Kriegsjahre lebensfähig. Nach dem Kriege führte er mit Orchester und Gesangverein bekannte Musikwerke auf. Dank Seefried war Köngetried damals weit über die Landkreisgrenze hinaus bekannt. Nach 10 Jahren wurde er nach Bad Wörishofen versetzt und war auch dort musikalisch sehr aktiv. 1936 starb er an den Folgen eines Verkehrsunfalles.